Schule für  Klavierspiel - Heidelberg - Dossenheim0
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Rafael Costa deSouza

Rafael Costa de Souza - Klavier
Pädagogisches Team

    

Der Klavierunterricht sollte für jede Person eine Gelegenheit anbieten, die Musik besser zu verstehen. Deswegen lege ich viel Wert auf Vergleiche zwischen Musik und Sprache, damit bestimmte Teile aus einem Klavierstück besser erläutert werden können: ein musikalischer Satz hat immer etwas gemeinsam mit einem gesprochenen Satz. Eine musikalische Phrase kann beispielsweise fragend, bittend oder erzählerisch sein. Sobald man das richtig verstanden und interpretiert hat, spielt man die gleichen Töne sofort mit einer ganz anderen Bedeutung sowie Sinn und Klang. Sowohl Anfängern als auch Fortgeschrittenen kann ein Klavierwerk mitunter ungreifbar vorkommen, wenn es sich nur als ein abstraktes Schaffen präsentiert.

Um die Bedeutung und den Klang des Werkes auf dem Klavier praktisch umsetzen zu können, muß eine Basis grundlegender Klaviertechnik geschaffen werden. Vor allem bei Schülern, die Neulinge am Klavier sind, ist es gefährlich, die Technik zu vernachlässigen. Deswegen sollte man sich von Anfang an mit einer richtigen Handstellung und einer gesunden Körperhaltung beschäftigen. Erst wenn der Schüler sich beim Spielen wohlfühlt, kann man sich mehr auf den Notentext konzentrieren (Dynamik, Tempo, Rhythmus, Artikulation, usw.).

Schon in meiner Anfangszeit als Unterrichtender wurde mir klar, wie persönlich, spezifisch und einzigartig diese Lehrer-Schüler Beziehung ist.

Das bedeutet vor allem, daß ähnliche Probleme bei zwei verschiedenen Schülern in sehr unterschiedlichen Arten auftreten können. Infolgedessen muß der Lehrer auch sehr individuell mit jedem Schüler umgehen. Das kann häufig herausfordernd sein, hat mir jedoch schon oft gezeigt, wieviel Freude man beim Unterrichten erfahren kann. Daraus kann man auch schließen, daß kein Lehrer mit einer einzigen Methode oder Unterrichtsart erfolgreich lehren wird.

Sehr oft hörte ich, dass der Schüler unbedingt Spaß im Unterricht haben sollte. Ich betrachte dies sehr gerne auf eine andere Art: Ich bemühe mich, in jedem Schüler das Interesse und die Freude an der Musik zu wecken und diese Aspekte immer weiter zu entwickeln, so daß dem Schüler eine Unterrichtsstunde von Mal zu Mal kürzer erscheint. Auf diese Weise bleibt der Spaß am Lernen erhalten, vor allem jedoch wird die Wißbegierde des Schülers gefördert.

Kurzer musikalischer Lebenslauf 

Rafael Costa de Souza begann mit dem Musikstudium an der Universität seiner Heimatstadt Porto Alegre. In diesen Jahren nahm er an mehreren Festivals teil und war zweimal Stipendiat des Campos do Jordao Wintermusikfests. Dadurch erhielt er Unterricht von Pianisten wie Ricardo Castro und Sonia Rubinsky.

Ab 2006 studierte er an der Franz Liszt Musikhochschule Weimar in der Klasse von Prof. Peter Waas. In dieser Zeit hat er seine Kenntnisse in Meisterkursen, unter anderem bei Ferenc Rados, Staffan Scheja und Lilya Zilberstein, erweitert.
2009 begann er den Masterstudiengang für Klavier an der Musikhochschule Stuttgart bei Prof. Kirill Gerstein. Von 2011 bis 2014 absolvierte Rafael in Stuttgart zusätzlich den Kammermusik-Masterstudiengang bei Prof. Péter Nagy.

Er ist Preisträger in mehreren Wettbewerben: 13te Arnaldo Estrella Klavierwettbewerb, Junge Solisten Wettbewerb des Porto Alegre Symphonischen Orchesters und 14te Maria Campina Klavierwettbewerb (Portugal). 2006 trat er als Solist des Porto Alegre Symphonischen Orchesters auf.

Rafael tritt regelmäßig in Deutschland und in Brasilien auf, beispielsweise in Altenburg oder mehrfach im Liszt-Haus zu Weimar. In Brasilien ist er sowohl mit Solokonzerten als auch mit Kammermusikkonzerten in verschiedenen Städten zu Gast. 2013 wurde er zu dem ersten Internationalen Klavierfestival von Belo Horizonte eingeladen. 

 



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